Plastikfrei | Tipps für den Einkauf

Ich hab lange Zeit gedacht, dass meine eigene Entscheidungen nicht viel bewirken können und ja, es gibt genügend Menschen, die uns genau das versuchen einzureden, aber so ist es nicht! Jeder trägt die Verantwortung dafür, wie´s in der Welt aussieht. Letztendlich leben wir alle gemeinsam hier, wir sind die Konsumenten und jede Entscheidung, die wir treffen, hat seine Auswirkungen und beeinflusst die Umwelt. Sich dessen bewusst werden – darin liegt der erste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Mach dir bewusst, dass jede Veränderung zählt und dass das, was du denkst und machst, wichtig ist!  

„Weltweit werden pro Minute fast eine Million Getränkeflaschen aus Kunststoff verkauft.“

Es gibt so viele Möglichkeiten im Alltag Plastik zu vermeiden und wenn jeder auch nur ein bisschen aufpasst, macht das auf das Jahr gerechnet einen enormen Unterschied. Am Ende des Jahres, war es dann eben nicht mehr nur „diese eine Flasche“.  Es gibt in jedem Lebensbereich so viele wundervolle Alternativen, zu denen wir greifen können.

Eine Möglichkeit, deine Entscheidungen zu hinterfragen oder zu verändern ist der Einkauf. Ich habe hier einige Tipps zusammengefasst, die bei einem plastikfreien Einkauf hilfreich sein können.

1. DEN EINKAUF PLANEN

Schreib dir schon vorher auf, was du alles brauchst. So weißt du, wohin du gehen und was du mitnehmen musst. Dadurch vermeidest du, in letzter Minute doch noch zu Plastik greifen zu müssen, weil du irgendwas vergessen hast.

2. DEINE TASCHE

Nimm deine eigene Tasche mit! Einen Rucksack, einen Jutebeutel oder einfach eine Stofftasche. Für den Obst- und Gemüseeinkauf gibt es eigene kleinere Säckchen zu kaufen die du dann immer verwenden kannst (oben im Bild). Dasselbe gilt beim Brot: Du kannst das frische Brot ganz einfach in deine eigene Brottasche verpacken lassen, das sollte normalerweise kein Problem sein. Am besten wär´s natürlich, wenn du dein Brot selbst backst. Hier auf dem Blog findest du einige leckere Brotrezepte, die du ausprobieren kannst

3. BIENENWACHSTÜCHER

Du kannst darin Lebensmittel aufbewahren. Anders als Frischhaltefolie, sind sie nachhaltig und können über Jahre hinweg verwendet werden. Beim Einkauf kannst du sie mitnehmen und falls du Lebensmittel an der frischen Theke kaufst, sie in deine Tücher einpacken lassen. (Tipp: Beefix , Greenroot, Reformhäuser, Bio-Läden).

4. MEHRWEGPRODUKTE

Einwegprodukte solltest du generell vermeiden. Kauf dir ein Glas oder Thermoflasche, die du immer wieder auffüllen kannst, dann musst du nicht immer eine neue Plastikflasche kaufen. Und auch für den Kaffee gibt’s Alternativen. Es muss gar nicht der neueste und teuerste Bambusbecher auf dem Markt sein, es reicht auch ein einfacher Glasbehälter.

5. GLÄSER STATT PLASTIK

In Unverpacktläden kannst du ganz einfach deine eigenen Gläser mitnehmen und sie dort befüllen lassen. Leider gibt’s noch nicht in jeder Stadt einen solchen Laden, aber hör dich mal um, vielleicht gibt´s gar nicht weit weg einen, den du noch nicht kennst? Nach meiner Erfahrung bieten auch Biogeschäfte oder Reformhäuser manchmal diese Möglichkeit an. Noch einen Tipp an dich: meistens ist es nicht notwendig, dass du extra neue Gläser dafür kaufst. Du hast bestimmt alte Marmeladegläser oder ähnliches Zuhause. Einfach gut ausspülen, wenn du Lust hast, dekorieren oder beschriften und sie dann verwenden.

In Innsbruck kann ich von ganzem Herzen den Unverpacktladen Greenroot empfehlen: sie haben eine riesige Auswahl, verkaufen ausschließlich biologische Lebensmittel und die Qualität ist hervorragend.
In Südtirol kenn ich: Horvat in Bruneck, Purnatur in Mühlbach, Novo in Bozen und Brixen, Mühle in St. Lorenzen.

6. BAUERNMARKT

Wenn du beim Biobauernmarkt einkaufst, ist meistens alles unverpackt, frisch, regional und saisonal. Zudem unterstützt du die kleinen Unternehmen und Bauern im Ort!

7. IM SUPERMARKT

Wenn du in Unverpacktläden oder auf dem Biobauernmarkt nicht alles bekommst, was du brauchst, lässt sich auch im normalen Supermarkt plastikfrei einkaufen. Lass dich nicht erschrecken, sobald du beginnst darauf zu achten scheint es erstmal fast unmöglich, weil einfach überall und alles verpackt wird. Schau einfach, dass du zu Papier oder Glas greifst, statt Plastik. Auch Mehrfach-Verpackungen lassen sich meistens ganz gut meiden. Vielleicht geht’s ja anders oder du machst es selbst?

8. SELBST KOCHEN UND MITNEHMEN

Egal ob für die Uni, Arbeit oder für Ausflüge: Koche dir dein Lieblingsessen vor und nimm es dann mit! Dadurch vermeidest du, dass du dir auf den Weg doch noch was verpacktes kaufen musst. Du vermeidest dadurch nicht nur Plastik sondern auch Zeit, Geld und Nerven.  Zudem schmeckt dein selbst gekochter Risotto bestimmt besser! (Hier ein paar Rezeptideen) Auch hier brauchst du nichts neues kaufen. Ich denke jeder von uns hat bestimmt tausende Behälter Zuhause, egal ob Stahl, Plastik oder Glas. Wär doch schade, wenn nicht mal das Plastik mehr gebraucht wird, das wir schon haben. Falls du keine hast, haben bestimmt deine Eltern ganze Schränke davon, darauf kann ich wetten!

Zum Schluss lass dir sagen: Mach dich nicht „narrisch“. Am Anfang zu viel zu wollen geht meistens nach hinten los und verdirbt auch die Freude. Wenn du alles auf einmal erreichen willst, kann es sein, dass du bald deine Motivation verlierst, da die Veränderungen dann selten langandauernd sind.

STEP BY STEP!

Schau einfach was für dich am Anfang gut umsetzbar ist. Sei bei jedem kleinen Schritt den du machst stolz auf dich. Die erste Glasflasche? Super, mach weiter so! Es sind die kleinen Ziele, die dann zum Großen führen. Du kannst jeden Tag mit deiner Entscheidung etwas verändern und die Welt zu einem besseren Ort machen. Du hast jeden Tag die Chance, auf unseren Planteten zu achten.


Alexandra
Seit 2018 glücklich vegan

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